Zeit des Wünschens

Kinder schreiben oder malen ihre Wünsche für Weihnachten auf einen Zettel. Auch wir Er- wachsenen dürfen Wünsche äußern. Aber so einfach ist es mit dem Wünschen oft gar nicht. Vieles kann mir einfallen. Es ist gut, zu über- legen: Was ist wirklich wichtig für mich? Was ist gut für unsere Kinder?

Sich etwas wünschen - das ist noch mehr als einen Geschenkwunsch zu äußern. Wün- schen heißt auch zu fragen: Wonach sehne ich mich ganz besonders? Brauche ich viel- leicht viel mehr als alles andere, dass wir uns wieder verstehen? Dass Frieden einkehrt? Dass ich endlich wieder Boden unter meine Füße bekomme? Dass ich nicht allein bin?

Die Adventszeit ist auch dafür da, sich Zeit zu nehmen und auf die inneren, manchmal ver- schütteten Sehnsüchte zu hören. Ich stelle mir dann vor, wie es schöner sein könnte. Und traue mich auch, das zu sagen - meiner Familie, meinen Nachbarn. Vielleicht kann ich sogar meine Schritte danach ausrichten. Tief ersehnte Wünsche können viel Kraft in sich tragen! Zugegeben - längst nicht alle meint Sehnsüchte werden in Erfüllung gehen. Das Schlimmste aber ist es, aufzugeben und keine mehr zu haben. Weihnachten feiern wir die Geburt des Christkindes. Gott kommt in unsere Welt. Er kennt unsere tiefsten Sehn- süchte und will sie stillen. Und uns dazu hel- fen, Sehnsüchte miteinander wahr werden zu lassen.

Christiane Körner
Quelle: Ostsee-Anzeiger 18.12.2002

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